Kohlefaser Crashelemente
Crashsicherheit von Fahrzeugen ist heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Bei vielen E-Kleinstfahrzeugen wird jedoch kein Konzept für Frontal- und Heck-Crash vorgesehen, da keine Vorschrift für L7E-Fahrzeuge existiert.
Darum wurde im Projekt MUTE ein Konzept entwickelt, das die Insassensicherheit durch Kohlefasercrashelemente erhöht.
Das im Großserienbau verwendete Standardmaterial für Crashlängsträger ist Metall, vorwiegend Stahl. Im automobilen Rennsport ist kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff (CFK) die erste Wahl. Grund dafür ist eine höhere spezifische Energieabsorption von Faserverbundwerkstoffen, was zu einer erheblichen Gewichtsreduktion führt. Für den Einsatz in Großserie ist jedoch ein automatisiertes, kostengünstiges Fertigungsverfahren unabdingbar.
Ein Forschungsschwerpunkt an der TUM ist die zur Herstellung von Preformen. Dieses Verfahren ist besonders zur automatisierten und schnellen Fertigung von Crashprofilen geeignet, wodurch Crashelemente aus Kohlefaser in Großserie kostengünstig produziert werden können.
Crashboxen aus Faserverbund versagen nicht wie Metall durch Beulen und Falten. Vielmehr tritt eine Kombination aus unterschiedlichen Versagensformen auf, die man im Allgemeinen als “Crushen” bezeichnet. Der Längsträger wird von vorn beginnend zermahlen und es verbleiben nur Faserreste und Staub.

