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Innenraumauslegung

Ein Ziel der anthropometrischen Innenraumauslegung ist eine komfortable und optimale Haltung für Insassen unterschiedlicher Körpergrößen und Proportionen sicherzustellen.

Ein weiteres Ziel stellt die Erreichung optimaler Sichtverhältnisse dar. Nach Simulation und Bewertung unterschiedlicher Auslegungskonzepte wurde der Fahrzeuginnenraum des MUTE nach einem „Augpunkt-Fix“ Prinzip ausgelegt. Das Fahrzeug kann somit bezüglich Sicht optimal auf eine kleine Fläche möglicher Augpunktpositionen optimiert werden, wodurch dem Fahrer der bestmögliche Überblick über das Verkehrsgeschehen ermöglicht wird. Nicht nur die aktive, auch die passive Sicherheit wir bei diesem Konzept entscheidend verbessert. Ein Nachteil des konventionellen „Ferspunkt-Fix“ Auslegungskonzepts liegt darin, dass kleine Personen sehr weit vorne sitzen und im Crash-Fall leicht auf harte Teile wie Lenkrad und Armaturenbrett aufschlagen können, im Falle des Augpunkt-Fix Konzepts wird dies vermieden. 

Die Bewertung der jeweiligen Design und Karosseriekonstruktionsstände bezüglich der Rundumsicht erfolgte unter Anwendung des Daimler-Scholly Verfahrens, somit ist es möglich verschiedene Konzepte an Hand von Kennzahlen zu beurteilen und objektiv zu vergleichen. Als Werkzeug in der virtuellen Auslegung des Fahrzeuginnenraums diente RAMSIS mit der Erweiterung RAMSIS kognitiv.

Mit Hilfe der Ergonomiedaten wurde der Innenraum konstruiert. Diese Daten beinhalten die Greifräume der unterschiedlichen Benutzer.
Eine besondere Herausforderung lag in der Umsetzung des Aug-Fixpunkts. Dabei sitzt sowohl die kleine Frau als auch der große Mann mit dem Auge immer an der gleichen Postion.

Dies erhöht die Sicherheit, da man die Airbags auf wenige mögliche Kopfpositionen ideal auslegen kann.
Durch das „Augpunkt-Fix“ Konzept wird jedoch nicht nur eine Einstellung der Pedalerie nötig, sondern alle Bedienelemente des Innenraums müssen auf einen relativ großen Einstellbereich angepasst und positioniert werden. So bewegt sich zum Beispiel die Mittelkonsole, die mit der Lenkradeinstellung gekoppelt ist, immer im Greifraum des Benutzers.

Die schwierigste Aufgabe bei der Gestaltung des Innenraums war die Auslegung des Türeinstiegs und die damit direkt verbundene Festlegung der Fahrzeughöhe, die wiederum großen Einfluss auf den Luftwiderstand hat, sowie die Auslegung der Sichtwinkel, im speziellen die Sichtverdeckung durch den A-Säulenbereich.